Krieg in der Ukraine – Anatomie eines globalen Konflikts

Vortrag und Diskussion mit Jürgen Rose

Freitag 17. Mai 2024 | 19:30 Uhr
Bürgerhaus Lage
Clara-Ernst-Platz 4 | 32791 Lage

Krieg in der Ukraine

Der Versprecher von Aussenministerin Annalena Baerbock, wir stünden im Krieg mit Russland, kommt nicht von ungefähr. Er zeigt: Eskalation und Militarisierung finden auch auf der Ebene der sprachlichen Rhetorik statt. Es gibt derzeit keine Anzeichen, dass Friedensgespräche und Verhandlungen als politische Option gesucht werden. Schießen ist besser als Reden lautet die Devise – obwohl der Ukrainekrieg und eine mögliche Ausweitung gravierende Folgen für die globale Gesellschaft haben, die über neue Migrationsbewegungen bis hin zu Hungerkatastrophen reichen könnten.

Aussagen unserer Politiker und Politikerinnen deuten darauf hin, dass man sich als Kriegspartei fühlt. So twitterte Karl Lauterbach: „Es muss weiter konsequent der Sieg in Form der Befreiung der Ukraine verfolgt werden.“ Gilt letzteres womöglich auch für einen Atomkrieg?

Mit dem Militärexperten Jürgen Rose möchten wir ein Gespräch über die Ursachen des Ukrainekriegs führen, aber auch über Möglichkeiten wie dieser Krieg beendet werden kann. Wie kann eine stabile Friedensordnung nach dem Ende der Kampfhandlungen aussehen? Welche Konfliktdimensionen jenseits des offensiven Kriegsgeschehens gilt es zu berücksichtigen?

Jürgen Rose ist ein deutscher Publizist u. a. bei der pazifistischen Zweiwochenschrift „Ossietzky“ und ehemaliger Offizier. 2007 verweigerte der Oberstleutnant als erster Soldat der Bundeswehr aus Gewissensgründen seine Beteiligung am Tornado-Einsatz in Afghanistan. Er ist Vorstandsmitglied des Arbeitskreises Darmstädter Signal.